Der Hauptunterschied zwischen obergärigem
und untergärigem Bier liegt in der Herstellung. Während
der Gärung wird der Bierwürze Hefe zugefügt. Entsprechend
der beiden Sorten verwendet man hierfür entweder obergärige
oder untergärige Hefe. Obergärige Hefe, die zum Beispiel
für Weißbier verwendet wird, verlangt eine Gärung bei warmen
Temperaturen, wohingegen untergärige Hefe, die zum Beispiel
für Pils verwendet wird, nur bei kühleren Temperaturen in
Aktion tritt. Aufgrund der verschiedenen Hefen unterscheiden
sich die beiden Biergattungen auch im Geschmack. Während
untergäriges Bier eher einen herben Geschmack vorweist,
ist obergäriges Bier eher als mild und süffig einzuordnen.
Die ganzjährige Herstellung von untergärigen Bieren kennt
man erst seit der Erfindung der Kältemaschine, also seit
1876. Davor waren alle ganzjährig hergestellten Biere obergärig
- untergärige Biere konnten nur in kalten Wintern hergestellt
werden.