Die meisten Etikettenvorschriften sind per Gesetz
geregelt. Dort ist länderspezifisch festgelegt, was aufgeführt
sein muß oder was folglich nicht abgedruckt wird. Die meisten
Biere haben einen Alkoholgehalt von 4 bis 5 Prozent. Er wird in
der Regel auch angegeben, dient letztendlich dem Schutz - vor
allem der jungen Verbraucher -, damit sie wissen, auf welches
Abenteuer sie sich einlassen. Alkohol beflügelt schließlich
die Geister und ist nichts in Kinderhand. Für Erwachsene
bedeutet der Hinweis: Das Maß aller Dinge ist, daß
Bier in Maßen genossen wird.
Andere Biere können auch 7 oder 8 Prozent Alkohol enthalten,
und einige Auserwählte sogar 12 bis 14 Prozent. Ein Alkoholspiegel,
der mit Qualitätsweinen vergleichbar ist, in der Wirkung
aber oft um ein Vielfaches höher liegt. Wer einmal ein bayerisches
Starkbier Bock getrunken hat, weiß wovon hier die Rede ist.
Deutsche Etikettenvorschriften
Für deutsche Etiketten gibt es allgemeine Verordnungen,
die einzuhalten sind:
Die Aussagen müssen in deutscher Sprache verfaßt
sein, was ja logisch ist, denn chinesich zum Beispiel wird in
Deutschland von den wenigsten gesprochen. Außerdem müssen
die Aussagen
entweder auf der Verpackung und/oder einem Aufkleber stehen
gut gesetzt und lesbar sein
Name, Datum, Alkoholgehalt und Inhalt müssen schnell
gefunden werden können. Den Alkoholgehalt in einem Suchbild
zu verstecken, wäre wahrscheinlich eine Herausforderung
für jede Werbeagentur, aber wohl kaum Verbraucherfreudnlich.
Daneben gibt es weitere Verordnungen. Die Kennzeichnung "Bier"
oder der Bier-Arten, z.B.: "Pils", "Export", "Dunkel", "Lager",
"Märzen", "Spezial" müssen enthalten sein. Phantasienamen
sind ohne eine Kennzeichnung unzulänglich. Die Angabe des
Alkoholgehalts ist zwingend vorgeschrieben, wenn er über
1,2 Vol. % beträgt. Bumm-Bumm ist zwar ein interessanter
Name, der durchaus auf den Alkoholgehalt schließen läßt,
erlaubt wäre es aber nicht.
Die Angabe des Alkoholgehalts erfolgt durch "% Vol.", vorangegangen
"von Alkohol" oder "alc".
Als Toleranzwerte sind erlaubt:
bei 5.5 Vol. % und kleiner ± 0.5 Vol. %
über 5.5 Vol. % ± 1.0 Vol. %
Der Nettoinhalt wird ausgedrückt in: l, cl oder ml plus freiwillig
"e"-Zeichen.
Die minimale Höhe der Buchstaben und der Zahlen beträgt
bei:
· cl 20 - 100 4 Millimeter
· über 100cl 6 Millimeter
· auf geschlossenen Verpackungen 6 Millimeter
· "e"-Zeichen minimale Höhe 3 Millimeter
Auch die Flasche selbst sollte gekennzeichnet sein. Ferner muß
der Name des Produzenten oder des Abfüllers oder des Importeurs
einschließlich derer Adresse ersichtlich sein. Für
nicht wiederverwertbare Behältnisse (Einwegware) ist der
"Grüne Punkt", ergänzt mit dem Hinweis "Duales System
Deutschland AG" noch vorgeschrieben. Aber nur dann, wenn seitens
des Bierproduzenten mit dem Dualen System ein Vertrag abgeschlossen
wurde. Der Grüne Punkt soll vermitteln, daß das Leergut
receycelt wird. Unsinngerweise erwirbt der Verbraucher damit das
Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun.
Für Flaschenformen gibt es übringens noch keine
detailierten Vorschriften. Durchgestzt hat sich aber die 0,5
l-Mehrwegflasche ebenso wie die 0,33 l- Gastronomieflasche und
andere Flaschengrößen. Aber auch die alte Bügelverschlußflasche
hat ihre Fangemmeinde, ebenso wie die aus den USA stammende
Longneckflasche, die immer beliebter wird.
Bitburger erhielt "Excellence Award 1998" für 12er-Pack
Longneck.
Das Paperboard Packaging Council, die Dachorganisation der internationalen
Papierverpackungsindustrie, hat der Bitburger Brauerei für
ihren geschlossenen 12er-Pack mit der 0,33 Liter Longneck-Flasche
den ,,Excellence Award" verliehen. Bitburger ist damit im letzten
Jahrzehnt des ablaufenden Jahrtausends die erste deutsche Brauerei,
die den bedeutenden Preis erhält. Im Vergleich zum Vorjahr
hat die Longneck-Einführung im Export zu einer Absatzsteigerung
von mehr als 15 Prozent geführt. Hergestellt wird der Bitburger
12er-Pack von dem Unternehmen Riverwood International, einem
der weltgrößten Hersteller für Spezialkartons
in der Getränkeindustrie. Seit August 1998 wird das Pak
auch auf dem deutschen Markt sortimentsübergreifend eingesetzt.
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